Archive für Kategorie: Videos


Moments in Gaming: Call of Duty 4 – Modern Warfare

Keine Frage, „Call of Duty 4 – Modern Warfare“ hat mit dem Multiplayer-Modus und frischem Setting das gesamte Genre revolutioniert … und in der Konsequenz leider auch ein wenig zu stark vereinheitlicht. Nichts desto trotz bietet „Modern Warfare“ einige Szenen, die einem den Atem stocken lassen. So auch diese: Weit hinter den feindlichen Linien im radioaktiv verseuchten Prypjat (Ukraine) schleichen wir uns mit unserem Vorgesetzten durchs hohe Gras während die Infanterie- und Panzer-Patrouillen an uns vorbeirollen. Die gesamte Mission ist es wert, aber diese Szene sticht heraus.

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Gameplay: Red Steel 2 – Final Boss

Ich werde nicht lügen: „Red Steel 2“ befindet sich schon sehr lange in meinem Besitz. Einen ersten Anlauf in das Actionspiel hatte ich 2012 auch schon gestartet, war dann aber doch genervt von dem hin und her Rennen und von den ständigen Wartezeiten an Türen. Ich kann gar nicht mehr sagen, was ich zu der Zeit noch so gespielt habe, aber das lief wohl definitiv alles ein wenig flotter ab. So kam ich ab von Ubisofts Machwerk und schmiss es zu den 1000 anderen Spielen auf den Pile of Shame. Spulen wir nun einen nicht näher ergründbaren Zeitraum nach vorne in den Juli 2013: Mit ein wenig krankheitsbedingter Freizeit und dem festen Ziel endlich wieder ein Spiel abzuhaken, legte ich die Disc ein und den MotionPlus-Dongle an.

„Red Steel 2“ gehört zu der Handvoll Spiele, die das Plus an Bewegungserkennung benutzen. In der Praxis erlaubt das ganz prächtige Schwertschläge über jeden erdenklichen Winkel, die für das Gameplay aber, ehrlich gesagt, völlig unerheblich sind: Um Spezial-Manöver auszuführen, bedarf es Schwüngen in die Kardinalrichtungen oben, unten, links und rechts. Um neue Fähigkeiten einzukaufen, ist man auf die Boni der Spezial-Techniken angewiesen. So bleiben Diagonalschwünge irgendwann schlicht aus. Dafür profitiert wahrscheinlich der Cursor davon, dass er nicht mehr aussschließlich von der Sensorleiste abhängig ist: Das Fadenkreuz dreht nicht sofort durch, wenn die Wii-Mote mal nicht auf den Bildschirm zeigt. So spielt sich „Red Steel 2“ erstmal recht gemütlich.

Mit einer Sache habe ich mich im Spiel aber im schwer getan: Zocke ich das Ding jetzt als Schnetzler oder als Shooter? Zumindest an den Schwertkampfeinlagen kommt man nicht vorbei, aber die Schusswaffen erscheinen mir im Nachhinein nur wie ein niedliches Gimmick. Erst die Fähigkeit, aus einer Ausweichbewegung heraus einen automatisch gezielten Schuss abzugeben, sorgte dafür, dass ich die Feuereisen mehr in mein Schlacht-Repertoire aufnahm. Wäre ich aber nicht so stur, wäre ein fließender Wechsel zwischen beiden schon möglich gewesen. Ich hätte mir nur vielleicht mehr Slow-Motion-Effekte gewünscht, die es mir ermöglichen, Projektile auch im fixen Nahkampf noch zielsicher unterzubringen.

Grundsätzlich gilt aber, dass mir das Zocken des Schnetzel-Titels einen Heidenspaß bereitet an. Trotz meiner Schwierigkeiten mit den Ladezeiten findet das Spiel nämlich in puncto Tempo eine feine Balance: Gerade wenn mich meine aktuellen Fähigkeiten zu langweilen begannen, holte der Titel eine neue Gegnerklasse hervor oder ließ mich neue Techniken, Waffen oder Verbesserungen einkaufen. Die übliche Karotte an einem Stock (Rollenspiel-Elemente) kompensiert jede spielerische Talfahrt. Traurig aber, dass das nötig ist: In „God of War“ oder „Ninja Gaiden“ vergrößere ich auch meine Möglichkeiten, aber nicht um meinen Spaß wiederzubeleben, sondern um ihn zu vergrößern.

Eine Horror-Story am Rande: Die großen Jungs mit den Gatling-Kanonen haben mich zur Weißglut getrieben. Deren künstliche Intelligenz entdeckt mich hinter jeder Barriere und hält es nicht für nötig mir hinterherzurennen, weil sie ja doch durch die meisten Hindernisse schießt und mich erwischt. Von vorne ist den Jungs nicht beizukommen, weil sie dick gepanzert sind und an deren Rücken kommt man durch bloßes Ausweichen auch eher selten. Was ist also das probate Mittel gegen solche Super-Schaden austeilenden Monster? Blocken und Kontern – schließlich kann ein anständiger Schwertmeister jeden Schuss einfach mit der Klinge in Händen abwehren. Seit „Ninja Gaiden“ ist dieser Umgang eigentlich mein erster Instinkt, ob der Ego-Perspektive bin ich aber wahrscheinlich nicht sofort darauf gekommen. .. Bis dahin habe ich geflucht wie ein Rohrspatz.